Betrieb im eigenen Haus
Aus welchen Diensten Mirador besteht, was es braucht, welche Verbindungen es nach außen aufbaut und wie Sie sichern.
Im Aufbau. Die Dokumentation ist noch nicht vollständig. Fehlt Ihnen etwas, schreiben Sie uns: support@wiestigo.com
Stand 15. Oktober 2026 · geprüft an Wiestigo Mirador 0.1.0
Im eigenen Rechenzentrum läuft Mirador als Satz von Containern, gestartet mit Podman Compose. Diese Seite gibt den Überblick; für die Einrichtung im Einzelnen sprechen Sie uns an.
Die Dienste
| Dienst | Aufgabe |
|---|---|
| proxy | der einzige Zugang von außen (Port 8080): liefert die Oberfläche aus, prüft jede Anfrage gegen die Anmeldung und verteilt sie |
| rms | der Modelldienst: Projekte, Artefakte, Beziehungen, Baselines, Reviews, Varianten, Synchronisation |
| identity | Konten, Anmeldung, Mitgliedschaften, Token |
| frontend | die Oberfläche |
| mongodb | die Datenbank, als Replikat-Set |
| rmm-search | die Volltextsuche (Typesense) |
| rmm-files | der Speicher für Anhänge (S3-kompatibel, SeaweedFS) |
| rmm-document | erzeugt Dokumente; bringt TeX Live mit |
| rmm-intelligence | die KI-Analyse |
| rmm-health | beobachtet die übrigen Dienste |
Nur der Proxy muss von außen erreichbar sein. Er spricht HTTP; die Verschlüsselung mit TLS übernimmt ein vorgeschalteter Server oder Lastverteiler Ihres Netzes.
Die mitgelieferte podman-compose.yaml enthält zusätzlich mongo-express
(eine Oberfläche für die Datenbank, Port 8081) und veröffentlicht für die
Entwicklung die Ports 27017, 8081, 8082, 8083, 8084 und 3000. Entfernen Sie
im Betrieb mongo-express und jede Portfreigabe außer 8080.
Was vor dem ersten Start nötig ist
- Konfiguration: ein Verzeichnis
config.localmit Ihren Einstellungen, angelegt als Kopie der mitgelieferten Konfiguration. Darin stehen unter anderem Typschema, Mapping-Dateien undrmm.properties. - Geheimnisse in einer Datei
.env: Zugang zur Datenbank, die Geheimnisse, mit denen sich die Dienste untereinander ausweisen, die Schlüssel für Suche und Dateispeicher und das Kennwort des ersten Administrators. Ohne dieses Kennwort entsteht kein Administratorkonto. Die Vorlage.env.exampleträgt den Platzhalterxxx; fehlt ein Wert, greift inpodman-compose.yamlein Vorgabewert, der mitchange-mebeginnt. Keiner davon darf im Betrieb stehen bleiben. - Der Zugang zur Datenbank wird beim ersten Start festgelegt. Wer ihn später ändern will, muss ihn auch in der Datenbank ändern.
Verbindungen nach außen
| Ziel | wozu | Dienst |
|---|---|---|
https://license.wiestigo.com | tägliche Prüfung der Lizenz – Pflicht, ohne Internetverbindung kein Betrieb | rms |
| Ihre Jira- und Jama-Instanzen | Synchronisation – wenn eingerichtet | rms |
| der Anbieter Ihres Sprachmodells | KI-Analyse – wenn eingerichtet | rmm-intelligence |
Sonst baut Mirador keine Verbindung nach außen auf; die Oberfläche lädt keine Schriften oder Skripte von fremden Servern.
Das Sprachmodell einrichten
Ob die KI-Analyse ein Sprachmodell nutzt, legt die Einstellung
rmm.intelligence.provider fest:
none– nur lokale Analyse, keine Verbindung nach außen,anthropic– über die Anthropic-API, mit API-Schlüssel,openai_compatible– jeder Dienst mit OpenAI-kompatibler Schnittstelle, auch ein im eigenen Haus betriebenes Modell; dazu gehört dessen Adresse.
Die mitgelieferte Konfiguration stellt anthropic ein. Prüfen Sie den Wert,
bevor Sie die KI-Analyse freigeben. Ein Tagesbudget an Tokens je Benutzer
(rmm.intelligence.budget.llm.tokens.per.user.day) begrenzt die Kosten;
mitgeliefert ist 0 – unbegrenzt.
Sichern und wiederherstellen
Gesichert werden zwei Dinge, in dieser Reihenfolge:
- die Datenbank mit
mongodump– alle Datenbanken von Mirador, - danach der Dateispeicher mit den Anhängen.
Wiederhergestellt wird in umgekehrter Reihenfolge. Der Suchindex muss nicht gesichert werden; er lässt sich aus der Datenbank neu aufbauen.
Wichtig für die Lizenz: Die Kennung der Installation steht in der Datenbank. Eine wiederhergestellte Sicherung behält sie; eine leere Datenbank meldet eine neue Installation an.
Beobachten
Der Bereich System Health der Administration (Überschrift „Systemzustand“) zeigt, ob alle Dienste laufen – unterschieden nach kritischen (Modelldienst, Anmeldung, Proxy, Datenbank) und übrigen – und hält den Verlauf 30 Tage. Das Change Log („Änderungsprotokoll“) zeigt, wer wann was geändert hat; Änderungen an den Einstellungen haben ein eigenes Protokoll.